Der Aufstieg

Anita Maria Klinder
06.07.2008
 
Gegen die Kälte schützend stand ich unten im Tal – vor dem mir vorliegenden gewaltigen und schönen Berg „Vigiljoch“.

So in meinen Gedanken versunken stellte ich mir vor, wie es wohl sei, diesen Berg zu besteigen, denn die Aussicht von „oben“ müsste wohl wunderschön sein. Dass es nicht einfach sein würde, das war mir durchaus klar – auch dass es viel Kondition, Ausdauer und Disziplin kosten würde. Diesen Berg wollte ich bezwingen – koste es was es wolle. Ich wollte hinauf!

Entschlossen fing ich nun langsam an Schritt für Schritt zu gehen. Anfangs hatte ich noch meine Selbstzweifel: „Schaffe ich das?“ „Halte ich durch?“ Schnell aber verdrängte ich diesen Gedanken und konzentrierte mich fortan nur noch auf „mein Ziel“ – den Berggipfel zu bezwingen.

Mein Kopf war nur noch auf „mein Ziel“ programmiert und mein Körper tat sein übriges dazu. Es war wie ein Wunder – schneller als ich dachte hatte ich „mein Ziel“ erreicht.

Diese Aussicht „von oben“ war die schönste Belohnung – ja diese Anstrengung hatte sich wahrlich gelohnt!

Für mich stand nun fest – ich will immer „oben“ stehen! Jede Schweißperle hatte sich gelohnt! Ich fühlte mich so befreit und gleichsam dem Himmel so nah.

Ja, es lohnt sich immer im Leben zu kämpfen! Nun reiche ich auch dir die Hand und führe dich auf den Weg zur Spitze! Nimm sie – halt dich fest und habe keine Angst!

DU – wirst es schaffen! ICH – ja ich – bin angekommen bei mir!
 
 
 
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