Faszination Weltall

Autor Anonym
16.04.2008
 
Wir kennen sie alle, haben schon oft von ihr gehört, und für manch einen strahlt sie sogar eine ungewöhnliche Faszination aus - die NASA.

Bereits als Kind haben mich die Weiten des Weltalls beeindruckt. Ich saß abends oft auf der Terrasse und habe den Mond und die Sterne betrachtet…habe mich gefragt, wie es wohl sein muss, wenn man die Erde einmal von oben sieht? Was verbirgt sich denn noch da draußen, von dem wir alle nichts ahnen? All diese Fragen haben mich ständig beschäftigt - wohl wissend, dass ich darauf nie eine Antwort bekommen werde und dass die Komplexität des Weltalls meine Vorstellungskraft übersteigt.

In den darauf folgenden Jahren hat diese Faszination nie nachgelassen. Jeden Start eines Space Shuttles habe ich in den Nachrichten verfolgt und mir gewünscht, einmal in die Welt der Astronauten eintauchen zu können.

Im Herbst 2006 habe ich mir dann diesen Traum erfüllt. Ich war für einige Monate in Texas und mein Ziel war es, einmal nach Houston zu fahren, um mir den Ort anzusehen, von dem aus alle Apollo-Missionen koordiniert wurden und an dem Astronauten für ihre Einsätze im All ausgebildet werden.

Fest entschlossen bin ich also nach Houston gefahren. Das Gefühl, der Erfüllung eines Traumes immer näher zu kommen ist unbeschreiblich. Über Jahre hinweg wollte ich diesen Ort besuchen und da stand ich nun – am Eingang des „Johnson Space Centers“ in Houston. Ich hatte vor Freude Schmetterlinge im Bauch und mein Atem fing an vor Aufregung schwerfällig zu werden. Endlich habe ich es geschafft.

Nachdem ich mich aus dieser Trance lösen konnte, habe ich mich auf die Suche nach meinem Gruppenleiter gemacht. Unsere kleine Gruppe von 5 Personen wurde in einen Bus gepackt und die Führung konnte nun beginnen. Unser erster Stopp war das Trainingsareal der Astronauten. Als wir nach einigen Minuten ein riesengroßes Schwimmbecken erreichten, konnte ich meinen Augen kaum trauen.

Kennt ihr den Film Armageddon? Nun ja, wer ihn nicht gesehen hat, kennt ihn sicherlich vom Hörensagen. Wie ihr euch vorstellen könnt, habe ich den Film nicht nur einmal gesehen und um irgendwelche Vorurteile auszuschließen, möchte ich gleich schon betonen, dass ich mir den Film nicht nur der Schauspieler wegen angesehen habe? :-)

Im Film wird gezeigt, wie Astronauten in einem Schwimmbecken das Arbeiten an einem Shuttle in der Schwerelosigkeit trainieren. Ich befand mich in genauso einem Raum, mit genauso einem Schwimmbecken und zudem konnte ich noch einem russischen Astronauten zusehen, der gerade in diesem Moment sein Training absolvierte.

Beim nächsten Stopp wurden wir ins „Mission Control“ - Zentrum gebracht. Von dort aus werden alle Weltraumflüge koordiniert und überwacht. Uns wurde auch der Kontrollraum gezeigt, von dem aus alle Apollo-Missionen geleitet wurden. Es ist kaum zu glauben, dass mit einer Technologie, geringer als jene eines heutigen Mobiltelefons, Menschen zum Mond gebracht wurden.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl, durch diesen Raum zu gehen und sich das hektische Treiben vor Jahrzehnten vorzustellen. Welche Aufregung muss hier wohl geherrscht haben, als die Worte „Houston, we have a problem!“ empfangen wurden.

Nach dieser beeindruckenden Führung habe ich Houston mit einem Gefühl größter Freude verlassen. Denn was gibt es schöneres, als sich einen langjährigen Traum zu erfüllen!
 
 
 
Twitter Facebook Drucken  Mountain Story weiterempfehlen