Glück des Augenblicks

Horst Ebert
09.05.2008
 
Meine Geschichte:
Es ist der 28. April 2008, 22.30 Uhr – wir haben heute unseren 41. Hochzeitstag gefeiert und im Restaurant 1500 gut gespeist.

In unserer Suite finde ich einen Umschlag mit dem Hinweis „Ebert Zn. 104“. Das sollen wir sein und Zn. 104 bedeutet wohl Zimmer. So anonym habe ich noch nie einen Brief erhalten. Das Anschreiben begrüßt uns aber mit „Liebe Familie Ebert“. Das tut gut und wir werden gebeten auch eine „mountain story“ zu schreiben.

Nun geht es los.
Meine Frau Marlis hat mit mir beim Abendessen über den Begriff Glück des Augenblicks gesprochen. Für Sie gibt es kein dauerhaftes Glück, sondern nur das Augenblick-Glück, wie heute Abend am Hochzeitstag.

Eine verehrte Geschäftspartnerin sprach immer von den „vielen Glücken“, die man erleben kann. Für mich ist der Begriff „Glück“ umsetzbar für viele Gelegenheiten und Anlässe. Man kann Glück in meinen Augen auch als Freude, Genugtuung, Anerkennung und Dank definieren. Auch Gesundheit, Wohlergehen und Freiheit sind Elemente des Glücks. Die Sprachen, sich zu verstehen oder verstehen zu lernen, sind „Glücke“.

Offene Straßen und Wege, keine Grenzen und Barrieren, die freie Wahl des Arbeitsplatzes in anderen Ländern, sind Elemente von Glück. Lachen, Freuen, aber auch ehrliche Tränen sind für mich Glückselemente.

Freie Meinungsäußerungen und die Achtung für jeden Menschen und die Anerkennung anderer Argumente und das Begreifen von konstruktivem Widerspruch sind Komponenten des Glücks.

Natürlich sollte jeder seine eigene Definition von Glück finden, damit er auch Botschafter für neue Glückselemente wird, die es gilt zu kommunizieren und zu bewahren.
 
 
 
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