Lizzy bei den Kiwis

Elisabeth Falter
20.11.2007
 
Während meines Studiums habe ich ein halbes Jahr in dem niedlichen Städtchen Wanaka in Neuseeland verbracht, um dort mein Praktikum zu absolvieren. Die Gegend ist auch prädestiniert für seine fantastischen Skigebiete.

Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Die öffentlichen Transporte zum nächsten Skigebiet „Treble Cone“ sind relativ teuer. Daher habe ich mich als Praktikantin für die günstigere Variante entschieden und bin per Anhalter gefahren. Dies ist eine ganz gebräuchliche Methode in der Gegend und daher ließ die nächste Mitfahrgelegenheit nicht lange auf sich warten.

Nicht nur die nette Unterhaltung mit den Einheimischen, sondern vor Allem die gute Musik, hatte die relativ lange Fahrt zum Skigebiet sehr angenehm gestaltet. Auf die Frage, welche Musik das sei, bekam ich die Antwort nur in Form einer Gegenfrage: „Wo ich denn arbeite“.

Zwei Wochen später sitze ich im Büro als dieser nette Kiwi hereinkommt und mir eine CD, mit genau dieser Musik, auf den Schreibtisch legt. Bevor ich das Ganze überhaupt realisieren konnte, war er schon wieder entschwunden.

Was mich an der Sache so berührt hatte, war die Bedingungslosigkeit dieser Geste. Er hatte mir ja bereits einen großen Gefallen mit der Mitfahrgelegenheit getan, und dann macht er sich auch noch die Mühe, um mich mit dieser CD zu erfreuen. Er hat sich überhaupt keine Gegenleistung erwartet und mir einfach nur eine Freude gemacht. Begegnungen dieser Art habe ich vor Allem in diesem halben Jahr in Wanaka gemacht. Woran das wohl liegt???
 
 
 
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