Stricken nach Herzenslust

Irmgard Menghin
13.11.2007
 
Ich fühle mich eigentlich rundum wohl. Denn ich wohne ganz in der Nähe und kann so Arbeit und Familie unter ein Dach bringen. Pawigl, der Ort aus dem ich stamme, gehört zur Gemeinde Lana, liegt an den sonnigen Hängen der Ausläufer des Ultentales.

Mein Job ist die Wäscherei und ich finde es toll was die neuen Maschinen, vom Waschen über das Trocknen und Bügeln, alles können. In meiner Freizeit habe ich ein Hobby, das meine liebste Freizeitbeschäftigung ist und sich dazu auch noch als sehr nützlich für meine Familie erweist. Ich stricke nämlich für Hunger und Durst, wenn mir die Hausarbeit und die drei gesunden und lebhaften Kinder ein freies Zeitfenster lassen (mein Mann und ich sind beide berufstätig).

Begonnen habe ich schon als Mädchen, als man mir das Gerade- und das Verkehrt-Stricken beibrachte. Inzwischen habe ich beinahe alle Muster durchgestrickt, viele habe ich einfach aus Zeitungen kopiert und umgesetzt, manche habe ich selber erfunden und entworfen.

Am liebsten stricke ich mit weicher Wolle, denn wenn man so eine echte Sarner Wolle als Werkstoff hat, dann kann das für die Hände wirklich schmerzhaft werden. So ein Sarner Tschangger ist auch ganz schön schwer, wenn er dicht gestrickt ist, fast schon eine Rüstung für einen Ritter.

Was ist für mich ein Hochgenuss? Gemütlich fernsehen und mit weicher Wolle nach Herzenslust stricken.
 
 
 
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