Watsu - Reise

Barbara Koppelstätter
16.06.2012
 
Watsu - Reise
Wieder zuhause sein und doch noch auf dem Berg. Die Gedanken schweben noch in der Natur, im weichen Wasser, in unglaublichen Farben, dem Licht, der Wärme, dem Frühlingsduft.

Nachhaltig denke ich noch an die Menschen, die aus ihrem Herzen sprechen und handeln. Dem liebevollen Umgang zwischen Menschen und mit der Natur. Eine Selbstverständlichkeit, die im Alltag manchmal vergessen scheint, doch im Vigilius wieder ganz präsent ist.

Ich hatte schon immer Respekt vor der Kraft der Berge, der Höhe, der Tiefe – einer anderen Perspektive. Doch nach diesem, wohl siebten Besuch im Vigilius sind auch diese meine Freunde.

Vielleicht kam es durch mein erstes Erlebnis mit WATSU. Wasser liebte ich schon immer. Mit dem Eintauchen ins anschmiegsame, warme Wasser beginnt eine Reise........ Die Ohren sind unter Wasser, damit verändert sich das Hören. Stille und doch keine. Ich höre meinen Atem und werde sehr langsam durchs Wasser gewogen. Ich lausche dem Rhythmus meines Atems und genieße die Bewegungen. Nach einer Weile fühle ich mich als Embryo im Mutterleib. Geborgenheit und Liebe überfluten mich. Schwerelos und unaufhörlich fließen Urgefühle durch mich. Der Atem fließt, die Bewegungen fließen, dieser Rhythmus hört sich wie vertraute Musik an. Der Raum in dem ich mich bewege scheint unendlich groß. Zeit existiert nicht mehr. Ich wünsche mir, dass dieses Wohlgefühl nie endet. Und dann kommt er - der Zeitpunkt um diese Reise zu beenden.
Ich bemerke, wie meine Beine auf den Boden aufgestellt werden, aber sie wollen nicht stehen bleiben. Die Erdhaftung ist weg, die ich sonst so sehr an mir mag.
Mein Geist wehrt sich, er will nicht zurückkommen.
Ich fühle mich alleine – abgenabelt- . Es braucht einige Zeit bis ich die Augen öffnen mag und wieder in dieser sichtbaren Welt ankomme.

Das Gefühl alles zu lieben was ist, war für mich eine neue Wahrnehmung.
Körper und Geist beeinflussen sich gegenseitig und wurden zur Einheit. Jeder kann sich öffnen und wahrnehmen, neugierig sein wie ein kleines Kind auf die unsichtbare Welt, sich öffnen und beobachten. Jeder auf seine individuelle Weise.
 
 
 
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